FC Ingolstadt 04 II : SV Leerstetten 4:1 (3:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 13.11.2016)

Im letzten Vorrundenspiel und zugleich letzten Spiel vor der Winterpause kassierten die Fußballerinnen des SVL gegen die Regionalliga-Reserve der Schanzer vollkommen zu Recht eine derbe Niederlage und müssen nun auf dem bitteren Abstiegs-Relegationsplatz neun überwintern. Dabei präsentierte sich die Heimmannschaft keineswegs als übermächtiges oder überlegenes Team, aber haarsträubende individuelle Fehler und eine der prekären Tabellensituation unangemessene und sorglose Einstellung der SVL-Frauen ermöglichte den Gastgeberinnen leichte Torerfolge. Da man in der Offensive zahlreiche hervorragende Torchancen leichtfertig und unkonzentriert vergab und sich sogar den Luxus eines verschossenen Foulelfmeters gönnte, brauchten sich die SVL-Mädels nach dem Schlußpfiff des sehr guten Schiedsrichters Michael Bäumel nicht zu wundern, ohne Punkte und mit einer gehörigen Portion Frust die Heimreise aus Oberbayern antreten zu müssen. In der anstehenden Winterpause gilt es nun für den SVL alles daran zu setzen, eine neue Euphorie zu entfachen, um geschlossen und gemeinsam der drohenden Abstiegsgefahr zu entgehen und möglichst schnell die Abstiegsränge hinter sich zu lassen.
Auf dem Kunstrasenplatz im Audi-Sportpark sahen die Zuschauer zunächst ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe. Doch ohne sich eine eigene Torgelegenheit heraus gespielt zu haben, lag die zweite Mannschaft des FCI auf Grund dreier Geschenke der SVL-Frauen nach einer guten halben Stunde mit drei Toren in Front (17., 22., 32.). Dazwischen hatte der SVL immer wieder die Möglichkeit bei klaren Chancen auszugleichen oder sogar in Führung zu gehen. Nach dem 1:0 scheiterten kurz hintereinander Amy Freymüller und Alisa Pesteritz jeweils alleine und freistehend an der gegnerischen Torhüterin. Nach dem zweiten Ingolstädter Treffer vergab erneut Freymüller alleine vor der Torhüterin den Anschlußtreffer. Im Nachschuß hätte Selina Perzl vollstecken können, doch ihr Schuß ging knapp am Pfosten vorbei. Kurz nach dem 3:0 keimte nach einer Einzelaktion von Katharina Grießemer wieder Hoffnung im SVL-Lager auf. Aus zentraler Position schlenzte sie die Kugel aus 16 Metern zum 3:1 hoch in den rechten Torwinkel (34.). Unmittelbar nach der Spielfortsetzung wurde Grießemer im Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Doch die Chance zum 3:2 – Anschlußtreffer, der wieder Druck auf Ingolstadt ausgeübt hätte, ließ sie leider ungenutzt. Mit ihrem Elfmeter scheiterte sie an der guten FCI-Keeperin (35.).
Im zweiten Spielabschnitt waren die SVL-Frauen bemühter und konzentrierter, um den Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Doch letztlich waren die Angriffsaktionen zu wenig druckvoll und zielstrebig, die wenigen guten Einschußmöglichkeiten konnten nicht verwertet werden. Nachdem die Gäste nach einer guten Stunde zudem die Defensive lockerten, um das Offensivspiel zu stärken, gestattete man dem Heimteam einen Konter, den diese zum vorentscheidenden 4:1 abschlossen (67.). Damit war der Drops gelutscht und die Moral der SVL-Mädels gebrochen, so dass am Ende das bittere Ergebnis Bestand hatte.

SVL: Schneewind, Schäfer, Hauffenmeyer, Wolf, Thar, Pesteritz, T. Böhm, T. Welsch, Grießemer, Perzl (85. Niefnecker), Freymüller (76. Hauk)

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SV Leerstetten : TUS Bad Aibling 1:3 (0:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 05.11.2016)

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause mussten die Fußballerinnen des SVL gegen die Gäste aus Oberbayern eine verdiente Niederlage hinnehmen. Während das Team aus dem Mangfalltal im oberbayerischen Landkreis Rosenheim durch diesen Auswärtssieg nunmehr Tabellenrang Eins in der Landesliga Süd einnimmt, müssen die SVL-Frauen aufpassen, nicht in den Abstiegskampf verstrickt zu werden.
Eine Viertelstunde Dominanz zu Beginn der zweiten Halbzeit war letztendlich zu wenig, um gegen den neuen Tabellenführer aus der Stadt mit dem jüngsten Thermalbad Bayerns bestehen zu können. Bereits kurz nach Spielbeginn konnten die wenigen Zuschauer, die sich an diesem regnerischen Samstagnachmittag auf der Leerstetter Waldsportanlage eingefunden hatten, erkennen, dass die Mädels des Bad Aiblinger Turn- und Sportvereins deutlich gedankenschneller und präsenter waren als die Gastgeberinnen. So konnte man auf Seiten des SVL zur Halbzeitpause froh sein, nur mit einem Tor in Rückstand zu liegen. Durch gute Kombinationen mit mehreren Doppelpässen überbrückten die Gäste schnell das Mittelfeld, so dass Sophia Zechmeister über links in den SVL-Strafraum eindringen konnte und mit einem Flachschuß ins lange Eck zum 0:1 einnetzen konnte (19.). Mit Glück und Geschick sowie einer gut aufgelegten Torhüterin Anna Schneewind verhinderten die SVL-Mädels weitere Gegentreffer. Auf der anderen Seite konnte die SVL-Offensivabteilung das gegnerische Gehäuse im ersten Spielabschnitt kein einziges Mal ernsthaft in Gefahr bringen.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel gelang den SVL-Frauen der bis dato überraschende Ausgleich. Nach einem guten Spielzug über die rechte Angriffseite hätte die im Strafraum angespielte Amy Freymüller bereits abschließen können, legte aber das Spielgerät noch einmal quer auf die besser postierte Katharina Thar, die in zentraler Position vor dem Tor freistehend mit einem fulminaten Schuß das 1:1 erzielte (47.). Die Freude über den Ausgleichstreffer währte jedoch nicht lange, da man wenig später erneut einem Rückstand hinterherlaufen musste. Mit einem langen Ball in die Spitze hebelte der TUS die komplette SVL-Defensive aus und auch Innenverteidigerin Vanessa Wolf konnte gegen die dribbelstarke Alexandra Ströbl nicht mehr entscheidend eingreifen, so dass diese mit einem Schuss aus halbrechter Position unter die Querlatte das 1:2 markierte (50.). Die SVL-Mädels waren in der Folge zwar bemüht das Spiel wieder zu drehen, doch die Angriffsbemühungen waren an diesem Tag einfach zu wenig konstruktiv und durchschlagskräftig, um erfolgreich zu sein. Spätestens nach dem 1:3 nach einem im Mittelfeld unnötig verlorenen Ball war die Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Bei eigenem Ballbesitz nach einem Abwurf von Torhüterin Anna Schneewind vertändelte man in zentraler Position unkonzentriert den Ball. Alexandra Ströbl schnappte sich die Kugel, ließ drei SVL-Spielerinnen einfach stehen und platzierte das Spielgerät alleine vor Schneewind flach links ins lange Eck zum 1:3 (72.). Drei Minuten vor Spielende hätte Katrin Hauffenmeyer noch einmal für Spannung sorgen können. Doch nach einem Freistoß in den Strafraum scheiterte sie mit ihrem Schuß aus kurzer Distanz an der reaktionsschnell parierenden Gästetorhüterin.
Im letzten Vorrundenspiel und zugleich letzten Spiel vor der Winterpause am kommenden Sonntag sollten die SVL-Frauen nun gegen die Regionalliga-Reserve des FC Ingolstadt im Audi-Sportpark unbedingt punkten, um nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen.

SVL: Schneewind, Eberhardt (76. Schäfer), Hauffenmeyer, Wolf, Thar, T. Welsch, T. Böhm, Freymüller, Meyer (81. Niefnecker), Perzl, Grießemer (83. Hauk)

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TSV Schwaben Augsburg II : SV Leerstetten 2:3 (0:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 23.10.2016)

Bei ihrem Gastspiel in Schwaben zeigten die Fußballerinnen des SVL vor allem in kämpferischer Hinsicht eine starke Leistung und konnten mit dem verdienten ersten Auswärtssieg im Gepäck die Heimreise antreten. Allerdings gaben die SVL-Frauen nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit auf Grund fünf unkonzentrierter Minuten unmittelbar nach dem Seitenwechsel ihre verdiente Führung unnötig aus der Hand, so dass sie gegen die Regionalliga-Reserve wie schon so oft in dieser Saison einem Rückstand hinterher laufen mussten. Mit einem unmittelbar darauffolgenden Zwischenspurt drehten die SVL-Mädels die Partie aber relativ schnell wieder um und verteidigten ihre erneute Führung sicher und souverän bis zum Schlußpfiff des guten Schiedsrichters Norbert Süss.
Auf einem Nebenplatz des Augsburger Ernst-Lehner-Stadions starteten die SVL-Frauen konzentriert und zielstrebig in die Begegnung. Die kompakt stehende SVL-Defensivabteilung ließ kaum torgefährliche Aktionen der Gastgeberinnen zu, auf der anderen Seite erspielte man sich immer wieder erfolgversprechende Torgelegenheiten. Zunächst scheiterte Katharina Grießemer nach einem schönen Spielzug mit ihrem Schuß an der Außenkante des rechten Tordreiecks (23.). Wenig später setzte sie einen Freistoß aus 17 Metern knapp über die Querlatte (25.). Im dritten Versuch war sie schließlich erfolgreich, mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter brachte sie ihre Farben mit 0:1 in Führung (34.). Alisa Pesteritz war zuvor alleine vor der Torhüterin von dieser unsanft von den Beinen geholt worden.
In den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gönnten sich die SVL-Mädels, wie bereits erwähnt, eine Konzentrationspause, was die Augsburgerinnen prompt mit zwei Treffern bestraften. Beim Ausgleichstreffer ließ Torhüterin Anna Schneewind einen an sich harmlosen 25-Meter-Schuß durch die Arme ins Netz gleiten, wobei man ihr zu Gute halten muss, dass der Ball direkt vor ihr noch einmal aufsprang und sie direkt in die tief stehende Sonne schauen musste (47.). Verunsichert durch das vermeidbare Gegentor kassierte man kurz darauf durch einen schlecht verteidigten Konter sogar einen weiteren Treffer des Heimteams zum 2:1 – Zwischenstand (51.). Die SVL-Frauen ließen sich nicht beirren, zeigten Moral und schlugen postwendend zurück. Nach einem Pass in die Spitze hätte Tina Welsch alleine auf das Tor zulaufen können, wurde aber im Strafraum regelwidrig vom Ball getrennt. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Katharina Grießemer sicher zum 2:2 – Ausgleich (53.). Mit dem schönsten Spielzug des gesamten Spieles gelang es den SVL-Mädels wiederum in Führung zu gehen. Amy Freymüller hatte auf der rechten Angriffseite Alisa Pesteritz geschickt in Szene gesetzt. Diese tankte sich gegen mehrere Gegenspielerinnen bis zu Grundlinie durch und passte die Kugel in die Mitte vor das gegnerische Gehäuse, wo Selina Perzl lauerte und bedrängt von ihrer Gegenspielerin abschloss. Die Torhüterin hatte zwar noch die Hand am Ball, konnte aber nicht mehr verhindern, dass das Spielgerät zum 2:3 über die Linie trudelte (62.). In der Folge spielten die SVL-Frauen ihren Part konzentriert und routiniert herunter, beschränkten sich darauf defensiv kompakt zu stehen und mit gelegentlichen Kontern den entscheidenden vierten Treffer zu erzielen. Dieser gelang zwar nicht mehr, aber auch hinten brannte nichts mehr an, so dass man mit einem wichtigen „Dreier“ in das kommende spielfreie Wochenende gehen kann.

SVL: Schneewind, Eberhardt, Wolf, Hauffenmeyer, Thar, T. Böhm, Pesteritz, T. Welsch, Freymüller, Perzl, Grießemer;

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SV Leerstetten : SpVgg Kaufbeuren 2:2 (0:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 15.10.2016)

Ein kurioses Spiel bekamen am vergangenen Wochenende die Zuschauer auf der Waldsportanlage zu sehen. Obwohl die Fußballerinnen des SVL die Begegnung über die gesamten 90 Spielminuten klar beherrschten, lagen sie bis drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit 0:2 im Hintertreffen. Dabei konnten sich die Gäste aus dem Allgäu im Prinzip keine eigene klare Torchance erspielen, profitierten aber bei ihren beiden Treffern von haarsträubenden Fehlern in der SVL-Defensive, die sie allzu gerne annahmen und zu Zählbaren ummünzten, was den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellte. Man muss den SVL-Frauen zu Gute halten, dass sie zu keiner Phase des Spieles aufsteckten und gegen die drohende Niederlage ankämpften. Letztlich hatte der Fußballgott dann doch einen Sinn für Gerechtigkeit und ein Einsehen mit den SVL-Mädels, denen in den letzten Spielminuten noch der mehr als verdiente Ausgleich gelang. Dennoch muss man wohl eher wiederum von zwei verlorenen Punkten sprechen, zumal nach jetzt rund einem Drittel der laufenden Saison der Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz acht nur zwei winzige Punkte beträgt. Die SVL-Frauen sollten langsam verinnerlichen, dass in dieser engen und ausgeglichenen Landesliga Süd nur eine fehlerfreie und konzentrierte Leistung über 90 Minuten die Chance bietet, Siege einzufahren.
Im Gegensatz zur Vorwoche als man die erste Halbzeit komplett verschlief, starteten die SVL-Mädels engagiert und zielstrebig und waren von Beginn an das Spiel bestimmende Team. Lediglich der letzte Pass in die Spitze und in den gegnerischen Strafraum war zu unpräzise und zu verspielt, so dass klare Torchancen Mangelware waren. Trotzdem standen ein Lattenschuss von Tamara Böhm und ein Schuss aus kurzer Distanz an den Innenpfosten von Tina Welsch zu Buche, doch die jeweils „zweiten Bälle“ konnten nicht verwertet werden. Zudem sorgten zahlreiche Standardsituationen für Torgefahr, die die starke Gästetorhüterin entschärfen konnte. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel gingen die Gäste in Führung. Einen Freistoß fast von der linken Eckfahne aus, der von Torhüterin Anna Schneewind unterlaufen wurde, konnte Katharina Grießemer gerade noch per Kopf auf der Linie klären, doch im zweiten Versuch erzielten die Gäste mit einem platzierten Kopfball aus acht Metern das 0:1 (25.).
Kurz nach dem Seitenwechsel schenkte man den Gästen einen weiteren Treffer. Anstatt die Kugel aus dem Strafraum zur Seite oder mit einem Befreiungsschlag nach vorne zu klären, wurde der Ball quer in die Mitte vor das eigene Gehäuse gespielt. Dort befand sich aber keine SVL-Spielerin, sondern eine Gästespielerin, die humorlos aus 12 Metern zum 0:2 in den Torwinkel vollstreckte (53.). Trotz dieses weiteren Nackenschlages zeigten die SVL-Frauen Moral und kämpften bis zum Schlusspfiff vorbildlich, um zumindest ein Remis zu erreichen, was dann verdientermaßen auch gelingen sollte. Ein Freistoß von Vanessa Wolf fast von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten geschlagen, fand Katharina Grießemer, die am höchsten sprang und das Spielgerät gegen die Laufrichtung der Torhüterin zum 1:2 – Anschlußtreffer in die Maschen platzierte (87.). Wenig später verwandelte Vanessa Wolf einen Eckstoß von links direkt zum 2:2 – Ausgleich (90.).

SVL: Schneewind, Schäfer, Wolf, Hauffenmeyer, Thar, T. Böhm (85. Meyer), Pesteritz, T. Welsch, Grießemer, Perzl (80. Eberhardt), Freymüller (66. N. Hertel)

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MTV Diessen/Ammersee : SV Leerstetten 3:2 (3:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 08.10.2016)

Einzig und allein aus der Tatsache, dass sie 90 Minuten in einer landschaftlich reizvollen Gegend kicken durften, konnten die Fußballerinnen des SVL vielleicht etwas Positives heraus ziehen. Ansonsten war für die SVL-Frauen an diesem regnerisch tristen Samstag-Nachmittag auf Grund einer total verschlafenen ersten Halbzeit am schönen Ammersee nichts zu holen. Zudem musste Trainer Otto Grießemer im Vergleich zum letzten Ligaspiel auf fünf Spielerinnen verzichten und sein Team erneut umbauen. Ein Problem, dass sich bereits durch die ganze laufende Saison zieht und verhindert, auch nur mal zwei Spiele mit der gleichen Formation zu bestreiten und sich einzuspielen. Außerdem sollten sich die SVL-Mädels allmählich an die härtere Gangart und rustikalere Spielweise in der Landesliga Süd anpassen und entsprechend dagegen zu halten, um die Spiele erfolgreich zu gestalten. Alleine die besseren technischen Fertigkeiten werden dazu nicht ausreichen.
Das Heimteam startete engagiert und druckvoll in die Begegnung. Da die SVL-Defensive im Gegensatz zur tollen Leistung im Pokalspiel am vergangenen Montag ungewohnt unkonzentriert agierte, lagen die SVL-Frauen bereits nach 25 Spielminuten mit 3:1 im Hintertreffen. Schon der erste gut vorgetragene Angriff des MTV führte zu 1:0 – Führung (5.). Trotzdem gelang den SVL-Frauen der 1:1 – Ausgleichstreffer (15.). Katharina Grießemer schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern vom linken Strafraumeck in die Maschen. Doch postwendend stellte Diessen den alten Abstand wieder her. Nach einem Eckball brachten die SVL-Mädels die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, eine MTV-Spielerin reagierte am schnellsten und stocherte den Ball zum 2:1 über die Linie (16.). Wenig später erhöhten die Gastgeberinnen gar auf 3:1 (25.).
Man muss den SVL-Frauen zu Gute halten, dass sie nach einer deftigen Pausenansprache im zweiten Spielabschnitt Moral zeigten, immer mehr aufdrehten und das Kommando auf dem Platz übernahmen und sich Chance um Chance herausspielten. Vor allem kamen die Gäste wesentlich spielfreudiger und entschlossener aus der Kabine und drängten sofort auf den Anschlusstreffer. Die SVL-Mädels hatten zudem zahlreiche gute und gefährliche Freistoßsituationen, die letztendlich von Diessen aber alle mit Glück und Geschick entschärft werden konnten. Von der Heimmannschaft war kaum noch etwas zu sehen, nur gelegentlich konnten sie mit Konterangriffen für ein wenig Entlastung sorgen. Trotzdem reichte es nur noch zum 3:2 – Anschlußtreffer durch Amy Freymüller mit einem Heber über die Torhüterin (82.). Der längst überfällige und verdiente Ausgleich wollte in der verbleibenden Spielzeit einfach nicht mehr fallen, so dass sich der MTV Diessen nach Abpfiff als neuer Tabellenführer feiern lassen konnte.

SVL: Schneewind, Thar, Mazurenko, Wolf, Eberhardt, Meyer (56. Schumacher), T. Welsch (78. Windisch), Freymüller, Pesteritz, Perzl (69. Rössel), Grießemer

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SV Leerstetten : SV 67 Weinberg 2 8:7 n.E. (3:3/1:0)

Frauen – BFV-Verbandspokal Achtelfinale (Spieltag vom 03.10.2016)

Einen rassigen Pokalfight bekamen die trotz des regnerischen Herbstwetters zahlreichen Zuschauer am Tag der deutschen Einheit auf der Waldsportanlage geboten. In einem hochklassigen Spiel zweier Teams auf Augenhöhe setzten sich letztlich die Fußballerinnen des SVL nach Elfmeterschießen gegen die Zweitliga-Reserve des SVW durch. Dabei lagen die SVL-Frauen bereits mit zwei Toren in Front, ehe die Gäste das Spiel in Abschnitt zwei drehen konnten und ihrerseits in Führung gingen. Doch die Gastgeberinnen kamen noch einmal zurück und glichen aus, so dass die Entscheidung im Shot-Out fallen musste.
Die SVL-Mädels zeigten in diesem Achtelfinale des BFV-Verbandspokales vor allem in der ersten Halbzeit eine ihrer bisher besten Saisonleistungen, die Defensive stand bombensicher und im Mittelfeld wurde gefällig kombiniert. Da aber auch die Gäste kompakt verteidigten, waren Torchancen Mangelware. Deshalb musste eine Standardsituation für die Führung des SVL herhalten. Katharina Grießemer zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern zum 1:0 unter die Querlatte (31.).
Kurz nach dem Seitenwechsel konnten die SVL-Frauen ihre Führung erneut mit einem Standard sogar ausbauen. Ein Eckstoß von Tamara Böhm von der rechten Seite erreichte die am langen Eck lauernde Selina Perzl, die im zweiten Versuch aus kurzer Distanz zum 2:0 einnetzen konnte (51.). Die Reserve des Zweitbundesligisten antwortete mit wütenden Angriffen und setzte das Leerstetter Gehäuse mächtig unter Druck, was schnell zum Erfolg führen sollte. Nach einem Eckstoß von links erzielte die langjährige Torjägerin der ersten Weinberger Mannschaft, Nina Heisel, per wuchtigen Kopfball den 2:1 – Anschlußtreffer (56.). Nach einem schnellen Umschaltspiel der Gäste und tollem Pass von Heisel in den SVL-Strafraum konnte Maren Haberäcker, allerdings aus abseitsverdächtiger Position und alleine vor Torhüterin Anna Schneewind zum 2:2 ausgleichen (68.). Eine knappe Viertelstunde vor Spielende gelang es den Weinbergerinnen das Spiel komplett zu drehen. Nach einer Flanke von der rechten Seite in den Strafraum war wiederum Heisel zur Stelle und beförderte die Kugel aus fünf Metern zum 2:3 über die Torlinie (78.). Doch die SVL-Mädels zeigten Moral und schlugen postwendend zurück. Einen Freistoß von Tamara Böhm aus dem Mittelfeld konnten die Gäste nicht abschließend aus dem Strafraum klären, der Abpraller fiel Katharina Grießemer vor die Füße, die kaltschnäuzig aus sieben Metern zum 3:3 egalisierte (81.).
Da beide Teams in den verbleibenden Minuten der regulären Spielzeit ihre Kasten sauber hielten, musste die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale des BFV-Verbandspokales im Elfmeterschießen fallen. Die nominierten Schützinnen des SVL Katharina Thar, Helena Eberhardt, Alisa Pesteritz, Selina Perzl und Vanessa Wolf zeigten keine Nerven und verwandelten jeweils sicher. Bei Weinberg zielte die zweite Akteurin zu genau und setzte das Spielgerät knapp neben den rechten Torpfosten, so dass die SVL-Frauen das bessere Ende für sich hatten und wie auch schon im letzten Jahr im Pokalwettbewerb überwintern dürfen.

SVL: Schneewind, Thar, Mazurenko (46. T. Böhm), Wolf, Eberhardt, N. Hertel, Schellenberg, Freymüller (80. Meyer), Pesteritz, Perzl, Grießemer (83. Schäfer)

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SV Leerstetten : TSV Vilslern 2:1 (2:0)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 01.10.2016)

Gegen die Gäste aus dem Markt Velden (liegt an der großen Vils und ist rund 70 Kilometer von München und etwa 30 Kilometer von Landshut entfernt) im niederbayerischen Landkreis Landshut fuhren die Fußballerinnen des SV Leerstetten einen letztlich verdienten Dreier ein. Der zweite Saison- (Heim) Sieg schien nach einer schnellen 2:0 – Führung nur noch Formsache zu sein. Die SVL-Mädels kontrollierten das Spiel, versäumten es aber in der Folge die Führung weiter auszubauen. Durch einen berechtigten Strafstoß nach einer knappen Stunde Spielzeit erzielte der Tabellenletzte den Anschlußtreffer, so dass man bis zum Abpfiff um die drei Punkte bangen musste.
Die SVL-Frauen begannen konzentriert und zielstrebig und fanden gut in die Begegnung hinein. Bereits nach acht Spielminuten brachte Selina Perzl nach einem tollen Spielzug ihre Farben in Front. Amy Freymüller hatte sich auf der rechten Angriffseite gut durchgesetzt und passte zentral in die Mitte auf Katharina Grießemer. Diese sah die besser postierte Perzl und legte die Kugel weiter in den Strafraum auf halblinks, wo Perzl dann keine große Mühe mehr hatte aus sieben Metern flach ins linke Toreck zum 1:0 einzunetzen. Die SVL-Mädels hielten die Konzentration hoch, standen hinten sicher und versuchten die Gäste weiter unter Druck zu setzen. Nach einem langen Ball von Grießemer aus dem Mittelfeld in die Spitze auf Freymüller, schüttelte diese ihre Gegenspielerin ab und spitzelte das Spielgerät aus 16 Metern an der heraus eilenden Torhüterin vorbei zum 2:0 in die Maschen (22.). Während die Gastgeberinnen defensiv kompakt standen und im ersten Spielabschnitt keine einzige torgefährliche Aktion von Vilslern zuließen, agierten sie offensiv zu sorglos und unkonzentriert, denn bei einigen gut heraus gespielten, klaren Torgelegenheiten hätten sie das Ergebnis problemlos auf 3,4 oder 5:0 stellen können.
Die mangelhafte Chancenverwertung sollte sich in der zweiten Halbzeit rächen, auf Grund des engen Spielstandes entwickelte sich eine Zitterpartie. Nach einer knappen Stunde erzielten die Gäste per sicher verwandelten Foulelfmeter den 2:1 – Anschlußtreffer (58.). Zuvor hatte Vanessa Wolf im eigenen Strafraum eine gegnerische Stürmerin über die Klinge springen lassen. Dem ruhig und souverän leitenden Schiedsrichter Alexander Reimche blieb keine andere Wahl als nach dieser Aktion auf Strafstoß zu entscheiden. Danach drängten die Niederbayerinnen vehement auf den Ausgleich, wobei sie aber kaum zwingende Chancen herausspielen konnten. Auf der Gegenseite hätte der SVL mehrfach den Sack zu machen müssen. Einmal scheiterte Freymüller freistehend an der gut parierenden Torhüterin, zweimal gelang es Grießemer nicht für klare Verhältnisse zu sorgen. Zunächst platzierte sie ihren Kopfball nach einem Freistoß von Wolf aus kurzer Distanz knapp neben den rechten Torpfosten, später landete ihre Direktabnahme wiederum nach Freistoß von Wolf an der Querlatte. Unmittelbar vor dem Spielende wäre diese fahrlässige Chancenverwertung beinahe noch von den Gästen bestraft worden, aber mit einer sensationellen Parade lenkte Torhüterin Anna Schneewind einen 16-Meter-Schuss noch über die Querlatte.

SVL: Schneewind, Schäfer, Wolf, Hauffenmeyer (55. N. Hertel), Thar, Schellenberg, Pesteritz, T. Böhm, Grießemer, Perzl (67. Eberhardt), Freymüller

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SV Donaualtheim : SV Leerstetten 1:1 (0:1)

Frauen – Landesliga Süd (Spieltag vom 24.09.2016)

Eine grenzwertig robust einsteigende Heimelf, ein reichlich überforderter Schiedsrichter, dem es mit neun gelben und vier gelbroten Karten nicht gelang, das Spiel in den Griff zu bekommen und in sportlich faire Bahnen zu lenken, sowie einige äußerst hitzig geführte Debatten am Spielfeldrand waren die Zutaten zu diesem Landesligaspiel in Donaualtheim, einem Stadtteil im Norden des schwäbischen Dillingen an der Donau. Nach einer 0:1 – Halbzeitführung fuhren die SVL-Mädels am Ende mit einem 1:1 – Remis nach Hause, waren aber trotz des Punktverlustes letztlich froh, keine schwerer verletzten Spielerinnen mit an Bord zu haben.
Auf einem äußerst unebenen und holprigen Geläuf war es im Prinzip unmöglich mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, so dass beide Teams mit langen und weit nach vorne geschlagenen Bällen agierten. So waren heraus gespielte Torchancen Mangelware, zudem erstickten die Gastgeberinnen mit ihrem überharten Einsteigen und einem teilweise die Gesundheit ihrer Gegnerinnen gefährdenden Zweikampfverhalten die Leerstetter Offensivbemühungen bereits im Keim. Die SVL-Frauen sorgten somit überwiegend mit den zahlreichen daraus resultierenden Freistößen für Torgefahr. Durch einen dieser Freistöße gelang dem SVL auch die verdiente Führung. Katharina Grießemer zirkelte die Kugel aus 17 Metern über die Abwehrmauer zum 0:1 in den Torwinkel (33.).
Auch im zweiten Spielabschnitt behielt das Heimteam die überharte Gangart bei, um die Gefahr vom eigenen Gehäuse fern zu halten. Nachdem Katharina Grießemer zum wiederholten Male hart angegangen wurde und unsanft von den Beinen geholt worden war, beschwerte sie sich zwar vehement aber sachlich beim Referee. Dies war für Schiedsrichter Stefan Waschhauser Grund genug, Grießemer zunächst mit Gelb zu verwarnen und unmittelbar darauf mit Gelbrot vom Platz zu schicken (57.). Die Unterzahl währte jedoch nicht lange, denn drei Minuten später musste SVD-Spielerin Anna Wörle nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig zum Duschen. Weitere drei Minuten später wurde es zahlenmäßig noch übersichtlicher auf dem Spielfeld. Konnte man den Platzverweis von Grießemer mit viel Wohlwollen vielleicht noch nachvollziehen, fehlte dem neutralen Beobachter bei Gelbrot für Amy Freymüller komplett das Verständnis. In Halbzeit eins mit Gelb vorbelastet, startete sie zu einem Solo und wurde auf dem Weg zum Tor von hinten rüde umgegrätscht. Beim nach vorne Fallen fiel sie auf den Ball und berührte diesen auch mit dem Arm. Dies wertete der Referee als angebliche Unsportlichkeit und schickte auch Freymüller vom Feld (63.). Zwei Minuten danach sorgte der Schiri wiederum für den zahlenmäßigen Ausgleich auf dem Platz, Corinna Pfünder vom SVD musste das Feld verlassen. Zweier Stürmerinnen beraubt, konnten die SVL-Mädels das gegnerische Gehäuse nicht mehr ernsthaft gefährden. Zu aller Not gelang den Gastgeberinnen mit ihrer einzigen wirklich torgefährlichen Aktion auch noch der schmeichelhafte Ausgleich. Den ersten Schuss der frei vor ihr auftauchenden Verena Kless konnte Torhüterin Ariane Hebebrand zwar noch abwehren, allerdings nur vor die Füße der Schützin, die im Nachschuss zum 1:1 einnetzte (79.).

SVL: : Hebebrand, Schäfer, Wolf, Hauffenmeyer, Thar, Schellenberg, Eberhardt, T. Böhm (74. Perzl), Grießemer, T. Welsch (51. Pesteritz), Freymüller

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